Tagungsprogramm:
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Prof. Dr. Dres. h. c. Hans-Jürgen Papier,
Wissenschaftlicher Leiter der Tagung:
„Planen, Erklären, Zuhören – Wie Großprojekte mit Bürgerbeteiligung möglich werden“. Die neuerliche Diskussion um eine stärkere Bürgerbeteiligung bei Großprojekten, die durch die Ereignisse um das Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ ausgelöst wurde, ist das Thema der 2. Bitburger Gespräche in München. Der Streit um den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs stellt dabei nur ein besonders prominentes Beispiel dar, die Debatte wird auch an anderen Schauplätzen geführt, etwa anlässlich der Erweiterung des Flughafens München um eine dritte Startbahn, für die unlängst der Planfeststellungsbeschluss ergangen ist. In Zukunft dürfte sich die Problematik noch verschärfen, weil im Zuge des durch die Beendigung der Nutzung der Atomenergie notwendig gewordenen Umstiegs auf erneuerbare Energien ein umfangreicher Um- und Ausbau der Energieleitungssysteme bevorsteht.
An dem zuletzt genannten Beispiel verdeutlicht sich zugleich ein grundsätzliches Dilemma: Zum einen sollen – zumindest bestimmte – Infrastrukturvorhaben beschleunigt verwirklicht werden können; zum anderen wird eine stärkere Bürgerbeteiligung gefordert. Die Frage, ob sich das eine mit dem anderen vereinbaren lässt oder ob mehr Bürgerbeteiligung nicht automatisch zu einer Verzögerung der Verfahren führt, bedarf einer vertiefen Betrachtung.
Weiterhin muss geklärt werden, was mit „Bürgerbeteiligung“ konkret gemeint ist. Man muss hier zwischen der Betroffenenbeteiligung und der Bürgerbeteiligung durch Verfahren direkter Demokratie unterscheiden. Ersteres beinhaltet vor allem die Beteiligung der unmittelbar von einem Großprojekt Betroffenen, also derjenigen, in deren subjektive Rechtspositionen eingegriffen wird oder die in sonstiger Weise (nachteilig) betroffen sein können. Eine derartige Beteiligung ist in den verschiedenen Planungsverfahren heute schon vorgesehen. Über ihre Funktionalität und etwaige Verbesserungsmöglichkeiten lässt sich diskutieren. Eine andere Frage ist die stärkere Bürgerbeteiligung durch Verfahren direkter Demokratie. Nicht nur die Komplexität des Abstimmungsgegenstands, sondern auch schon die Frage, wer eigentlich im Fall von Großprojekten „das Volk“ ist (Walter Leisner), lässt Zweifel an der Eignung zur Herstellung demokratischer Legitimation aufkommen. Ist es beispielsweise gerechtfertigt, dass nur die örtlich Betroffenen über ein Verkehrsinfrastrukturprojekt abstimmen, wenn es überregionale, nationale oder gar europäische Bedeutung hat?
Schließlich darf gerade angesichts des Fokus des Tagungsthemas auf die Frage stärkerer Bürgerbeteiligung die Stellung des Projektträgers nicht übersehen werden. Es ist in Erinnerung zu rufen, dass – jedenfalls soweit es sich um private Projektträger handelt - der Staat deren Grundrechtspositionen ebenso zu berücksichtigen hat, wie die der vom Projekt betroffenen Bürger. Nicht zuletzt deshalb soll auf der Tagung neben der Sichtweise der betroffenen Bürger auch die der Projektträger zur Sprache kommen.
Prof. Dr. Martin Burgi: Bewertung und Reformbedarf
- Die maßgeblichen Akteure
-Leitsätze-:
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Prof. Dr. Dr. Wolfgang Durner, LL.M.: Bewertung und Reformbedarf
- Das maßgebliche Verfahrensrecht
-Gliederung; Thesen-:
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Rechtsanwältin Ingrid Hönlinger, MdB: Bewertung und Reformbedarf
-Sicht betroffener Bürger
-PP-Präsentation-:
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Akteure der 2. Bitburger Gespräche in München
-Übersicht-:
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Akteure der 2. Bitburger Gespräche in München
-in der Abfolge des Programms-:

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Bundesministerin der Justiz
Schirmherrin

Prof. Dr. Dres. h. c. Hans-Jürgen Papier
Präsident des Bundesverfassungsgerichts a.D.
Wissenschaftlicher Leiter

Prof. Monika Harms
Generalbundesanwältin a. D.
Vorsitzende der Stiftung Gesellschaft für Rechtspolitik

Prof. Randolf Rodenstock
Präsident vbw - Vereingung der Bayerischen Wirtschaft
und bayme vbm -
Die Bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber
Grußwort

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Durner, LL.M.
Universität Bonn
Bewertung und Reformbedarf -
Das maßgebliche Verfahrensrecht

Dr. Andreas Geiger
Rechtsanwalt
Bewertung und Reformbedarf -
Sicht der Vorhabensträger

Ingrid Hönlinger, MdB
Demokratiepolitische Sprecherin
der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Bewertung und Reformbedarf -
Sicht betroffener Bürger

Prof. Dr. Günter Krings, MdB
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
der Bundestagsfraktion CDU/CSU
Moderation Diskussion

Dr. Wolfram Weimer
Journalist, Publizist
Dinner speech:
Die schillernde Berliner Medienrepublik -
Demokratiewandel durch Massenkommunikation

Prof. Dr. Martin Burgi
Universität Bochum
Bewertung und Reformbedarf -
Die maßgeblichen Akteure

Jerzy Montag, MdB
Rechtspolitischer Sprecher
der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Moderation Diskussion

Wolfgang Baumann
Rechtsanwalt
Podiumsdiskussion

Joachim Herrmann
Innenminister des Freistaats Bayern
Podiumsdiskussion

Dr. Michael Kerkloh
Vorsitzender der Geschäftsführung
der Flughafen München GmbH
Podiumsdiskussion

Dr. Dieter Sellner
Vorsitzender des Umweltrechtsausschusses
des Deutschen Anwaltvereins
Podiumsdiskussion

Dr. Ulrich Storost
Vorsitzender Richter am Bundesverwaltungsgericht a. D.
Podiumsdiskussion

Henning Krumrey
Stellvertretender Chefredakteur WirtschaftsWoche
Moderation Podiumsdiskussion

Dr. Peter Ramsauer
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Bewusstsein für Infrastrukturprojekte schärfen -
Für eine neue Kultur der Bürgerbeteiligung
